Ungeschlechtliche Fortpflanzung

Aus Asex-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Unter ungeschlechtlicher oder asexueller Fortpflanzung versteht man die Reproduktion von Lebewesen ohne Veränderung des Genbestandes (abgesehen von Mutationen). Klassisches Beispiel für eine ungeschlechtliche Fortpflanzung ist die Zellteilung bei Bakterien. Auch Wechseltierchen (Amöben) pflanzen sich bevorzugt ungeschlechtlich fort.

Vorteile:

  • Nachkommen sind genetisch vollkommen identisch, d.h. vorteilhafte Genkombinationen bleiben erhalten.
  • Die zeitaufwändige und energieraubende Suche nach einem Sexualpartner entfällt.

Nachteile:

  • Bei komplexeren Organismen ist bei ungeschlechtlicher Fortpflanzung keine Rekombination des Erbmaterials mehr möglich. Dies verhindert eine Neuentstehung von möglicher Weise vorteilhaften Genkombinationen.
  • Schädliche Mutationen in der DNA werden an die Nachkommen weitergegeben und können langfristig nicht ausreichend korrigiert werden, so dass die Fitness der Nachkommen reduziert wird. Dies kann bei komplexeren Organismen bis zur Extinktion führen.

Aus diesen Gründen ist die asexuelle Fortpflanzung fast nur bei einfachen Organismen oder aber in Kombination mit der gleichzeitigen Möglichkeit des Organismus zur sexuellen Fortpflanzung verbreitet.