Grauromantiker

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Ein Grauromantiker (abgeleitet aus dem englischen gray-romantic bzw. grey-romantic) ist eine Person, die ihre emotionale bzw. romantische Orientierung zwischen romantisch und aromantisch einordnet.

Ein Grauromantiker kann z.B.:

• nur sehr selten eine romantische Anziehung empfinden.

• romantische Anziehung zwar empfinden aber dabei keinen Wunsch eine Beziehung einzugehen entwickeln.

• sich eine Beziehung wünschen, die weder vollkommen romantisch noch aromantisch ausgerichtet ist.

Es sind analog zum Graubereich bei der Asexualität weitere Bezeichnungen möglich, die die Art des Empfindens genauer beschreiben, wie z.B. demiromantisch oder semiromantisch. Es handelt sich dabei allerdings um wenig gebräuchliche Begriffe, die auch nur bedingt sinnvoll sind, da sie teilweise logische Widersprüche aufweisen oder eher wenig praktische Relevanz haben. z.B. ergibt der Begriff demiromantisch im Sinne einer emotionalen Orientierung, also so wie die emotionale Anziehung/Verlangen im Kontext Asexualität verstanden wird, keinen Sinn, da das bedeuten würde, dass eine geschlechtsbezogene emotionale Anziehung/Verlangen erst nach dem Herstellen einer starken emotionalen Nähe empfunden wird, was aber offensichtlich nicht möglich gewesen wäre wenn nicht bereits zuvor Anziehung/Verlangen bestanden hätte.

Viele der Begriffe im Umfeld des Begriffs der Aromantik sind vor allem dann hilfreich, wenn man dabei auf den Begriff Romantik im Sinne von Verliebtheit oder auf den konkreten Wunsch eine bestimmte Beziehungsform herzustellen (im allgemeinen monogame Paarbeziehungen) abgezielt wird, nicht aber dann wenn der Begriff der romantischen Orientierung im Sinne der emotionalen Ausrichtung auf Menschen mit einem bestimmten Geschlecht verstanden wird. In diesem Fall handelt es sich lediglich um romantische Präferenzen. Begriffe in diesem Bereich sind z.B. lithromantisch, cupioromatisch, quoiromantisch, wtf-romantisch, queerplatonisch, frayromatisch, aroflux, fluxromantisch, etc. pp.