Objektophilie

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Objektophilie oder auch Objektsexualität ist die (ausschließliche) Liebe zu bzw. (sexuelle) Vorliebe für Objekte bzw. Gegenstände. Das "Objekt der Begierde" kann praktisch jeder Gegenstand sein. Manche lieben Maschinen, Modelle oder ganze Gebäude. Objektophile gehen im allgemeinen davon aus, dass das Objekt selbst über Empfindungen verfügt und die Liebe bzw. das sexuelle Interesse somit erwidern kann und/oder sogar eigene Wünsche und Bedürfnisse hat. Die Objektophilie muss daher vom Fetischismus abgegrenzt werden, bei dem das Objekt lediglich durch die assoziative Koppelung mit Personen seine sexuelle Bedeutung bekommt und dem Objekt auch keine eigenständige Identität zugeschrieben wird.

Gelegentlich wird der Begriff Objektophilie (im Gegensatz zur Objektsexualität) auch im engeren Sinne nur auf die emotionale Ebene bezogen, d.h. er schließt das sexuelle Interesse am Objekt aus. Ein Objektophilier für den das zutrifft wäre gemäß der Definition von Asexualität somit asexuell. Aber auch bei sexuellem Interesse stellt sich die Frage, ob man von einer Form von Asexualität sprechen kann, da eine Interaktion mit einem Objekt nach allgemeinen Verständnis nicht möglich ist. Dem würden allerdings die Objektophilen selbst ggf. widersprechen, da sie das Objekt ja als belebt bzw. als Individuum empfinden. Insofern kann Objektophilie auch als eine Form der Autosexualität oder als Teil des Graubereichs verstanden werden.