Maskulinismus

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Der Maskulinismus, der oft auch als Maskulismus oder auch als Männerrechtsbewegung oder sogar lediglich als Männerbewegung bezeichnet wird (sowohl im Hinblick auf die vermeintliche und tatsächliche Zielsetzung als auch auf die Bewertung der Begriffe in Abhängigkeit von der Selbst- und Fremdbezeichnung existieren verschiedenste Auslegungen), ist eine sich (im Vergleich zum Feminismus) erst in jüngerer Zeit entwickelnde Bewegung, die analog zum Feminismus bei Frauen (vermeintlich) für die rechtliche Gleichstellung von Männern eintritt. Insbesondere mit Ehescheidungen verbundene Fragen wie Unterhaltszahlungen oder das Sorgerecht und sich daraus ergebende (vermeintliche) Nachteile für Männer stehen im Fokus der Betrachtungen, aber auch die (vermeintliche) Benachteiligung von Jungen im Schulsystem wird thematisiert.

Große Teile der maskul(in)istischen Szene sind allerdings als sexistisch bis hin zu Frauenfeindlich einzuordnen. Oftmals kann sich ein Zugehörigkeitsgefühl auch aus der persönlichen Erfahrung heraus entwickeln, keine stabilen Paarbeziehungen aufbauen oder aufrecht erhalten zu können. In diesem Bereich liegt also oftmals eine unzulässigen Generalisierung persönlicher Erfahrungen oder Streitigkeiten auf die Gesamtheit aller Frauen vor, d.h. Frauen (manchmal auch die Gruppe der Feministen) werden aufgrund von privaten und/oder öffentlichen Auseinandersetzungen als die Verantwortlichen für die sozialen oder psychischen Probleme der Männer angesehen.

Es existieren des Weiteren viele Gruppen mit Bezug zum Maskulinismus, die vor allem das Ego von Männern als Gruppe ins Zentrum stellen (z.B. die MGTOW-Szene, die Pickup-Szene aber auch einige enttäuschte männliche ABs). Während im Bereich des Feminismus meist linke oder linksliberale bis hin zu linksradikalen Ansichten vertreten werden, so zeichnet sich der Maskul(in)ismus oftmals durch eine Nähe zum rechtskonservativen und rechtsliberalen bis hin zum rechtsradikalen Lager aus (also typische AfD-Sympathisanten). Die zunehmende Verbreitung des Maskul(in)ismus kann daher auch als eine spiegelbildliche Gegenbewegung zum bzw. als eine Reaktion auf die zweite Welle des Feminismus oder auch auf den Queer-Feminismus verstanden werden. Aufgrund der Ausrichtung maskul(in)istischer Gruppen wird Gegnern des Maskul(in)isnismus von seinen Anhängern zumeist eine Nähe zu einer (vermeintlich) linksideologisch geprägten Politik, dem ideologischen Arm des Feminismus oder dem Linksextremismus unterstellt.

Siehe auch