Ich-Syntonie

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Als ich-synton bezeichnet man psychische Umstände oder Empfindungen (also Gedanken, Emotionen, Gefühle, Impulse, etc.), die als zum eigenen Selbst gehörig erlebt werden. Daher besteht bei Vorhandensein einer Ich-Syntonie auch kein Leidensdruck. Da Leidensdruck wiederum oftmals ein wichtiger Faktor bei psychischen Störungen ist, kann die Abgrenzung zwischen Ich-Syntonie und Ich-Dystonie häufig als ein Unterscheidungskriterium zwischen psychischen Störungen und nicht-pathologischen Phänomenen herangezogen werden. Allerdings ist dieses Kriterium nicht hinreichend. So gibt es einige psychische Störungen, wie z.B. die wahnhaften Erkrankungen (Wahnstörungen oder Schizophrenie) oder die Manie, bei denen zwar grundsätzlich ich-Syntonie auftritt, die dort aber als unmittelbare Konsequenz der Erkrankung selbst existiert und nicht das Resultat einer rationalen Bewertung/Wahrnehmung der eigenen Situation ist. Auch bei Persönlichkeitsstörungen oder Paraphilien kann ich-syntonie vorliegen, obwohl das eigene Verhalten und Empfinden teilweise völlig unangemessen also fremd- und/oder selbstschädigend ist.

Siehe auch