Feminismus (zweite Welle)

Aus Asex-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die zweite Welle des Feminismus ist die vor allem seit den 1970er Jahren am weitesten verbreitete Variante des Feminismus im Westen. Im Gegensatz zur Frauenbewegung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (erste Welle des Feminismus), die vor allem die Herstellung einer rechtlichen Gleichstellung von Frauen mit Männern (in westlichen Nationen) im Fokus hatte, ging es in der zweiten Welle vor allem darum, Frauen als tatsächliche oder vermeintliche Opfer männlichen Verhaltens und der von Männern geprägten gesellschaftlichen Strukturen in den Mittelpunkt zu rücken (auch hier wiederum vor allem im Westen). Trotz des starken Fokus auf Frauen wurde ähnlich wie im Queer-Feminismus auch im Rahmen der zweiten Welle des Feminismus bereits behauptet, dieser würde die Gleichheit aller Menschen anstreben. Dies kann bei Betrachtung besonders prominenter Vertreter der zweiten Welle wie beispielsweise Alice Schwarzer, die z.B. (trotz eigener Kinderlosigkeit) den Wehrdienst als gerechten Ausgleich für die Schwangerschaft der Frau betrachtete und die kürzere Lebenserwartung von Männern in Frage stellte (siehe dazu das Streitgespräch mit Esther Vilar), als ein Versuch der Mythenbildung angesehen werden. Offener oder verdeckter Sexismus gegenüber Männern gehörten und gehören zum üblichen Repertoire des Feminismus der zweiten Welle. Dieser Umstand wird auch von Usern im Aven-Forum als problematisch angesehen.

Siehe auch

Weblinks