Bisexualität: Unterschied zwischen den Versionen

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Wenn Menschen die Bisexualität nicht aktiv ausleben, bleibt sie für Außenstehende oft unerkannt. Bisexualität muss also nicht zwingend auch durch [[sexuelle Interaktion|sexuelle Interaktionen]] ausgedrückt werden.
 
Wenn Menschen die Bisexualität nicht aktiv ausleben, bleibt sie für Außenstehende oft unerkannt. Bisexualität muss also nicht zwingend auch durch [[sexuelle Interaktion|sexuelle Interaktionen]] ausgedrückt werden.
  
Das tatsächlich vorhandene Vorkommen von Bisexualität kann nicht zuverlässig ermittelt werden, da die persönliche Zuordnung z.B. stark von der Intensität und der Verteilung der jeweiligen Anziehung zwischen den Geschlechtern abhängt. So kann sich jemand, der nur sehr selten eine Anziehung gegenüber dem gleichen Geschlecht erlebt, sowohl als heterosexuell als auch als bisexuell bezeichnen. Dennoch gelten Bisexuelle im Allgemeinen als [[sexuelle Minderheit]]. Durch gesellschaftliche Normen und Werte können sich Bisexuelle unter großen Druck gesetzt fühlen. Bisexualität setzt nicht voraus, dass Anziehung und [[Sexualtrieb]] tatsächlich ausgelebt werden.<br><br>
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Das tatsächlich vorhandene Vorkommen von Bisexualität kann nicht zuverlässig ermittelt werden, da die persönliche Zuordnung z.B. stark von der Intensität und der Verteilung der jeweiligen Anziehung zwischen den Geschlechtern abhängt. So kann sich jemand, der nur sehr selten eine Anziehung gegenüber dem gleichen Geschlecht erlebt, sowohl als heterosexuell als auch als bisexuell bezeichnen. Dennoch gelten Bisexuelle im Allgemeinen als [[sexuelle Minderheit]]. Durch gesellschaftliche Normen und Werte können sich Bisexuelle unter großen Druck gesetzt fühlen. Bisexualität setzt nicht voraus, dass Anziehung und [[Sexualtrieb]] tatsächlich ausgelebt werden.
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Bisexualität hat nichts mit der Ausprägung von Geschlechtsmerkmalen zu tun und darf daher insbesondere nicht mit der [[Intersexualität]] verwechselt werden. Gelegentlich wird statt dem Begriff der Bisexualität auch der Begriff [[Pansexualität]] verwendet um damit ein besonderes Interesse an [[Transsexuell|Transsexuellen]], [[Transgender|Transgendern]] oder [[Intersexuell|Intersexuellen]] zu betonen. Dieses Interesse kann sich auch in Form eines [[Fetischismus]] äußern.
 
Bisexualität hat nichts mit der Ausprägung von Geschlechtsmerkmalen zu tun und darf daher insbesondere nicht mit der [[Intersexualität]] verwechselt werden. Gelegentlich wird statt dem Begriff der Bisexualität auch der Begriff [[Pansexualität]] verwendet um damit ein besonderes Interesse an [[Transsexuell|Transsexuellen]], [[Transgender|Transgendern]] oder [[Intersexuell|Intersexuellen]] zu betonen. Dieses Interesse kann sich auch in Form eines [[Fetischismus]] äußern.
  

Version vom 23. November 2019, 00:23 Uhr

Bisexualität ist eine sexuelle Orientierung. Hierbei empfinden die Personen Liebe, Romantik und sexuelles Begehren für beide Geschlechter. Menschen mit dieser Neigung bezeichnen sich selbst als bisexuell oder kurz bi.

Von Bisexualität kann man im Alltagsgebrauch sprechen, wenn:
- die Anziehung in unterschiedlicher Stärke aber auf beide Geschlechter hin ausgerichtet ist bzw.
- die Anziehung in gleich großer Intensität auf beide Geschlechter hin ausgerichtet ist oder
- die emotionale Anziehung größtenteils oder ausschließlich nur auf ein Geschlecht und die sexuelle Anziehung auf das andere Geschlecht hin ausgerichtet ist.

AVEN vertritt die Auffassung, dass die Existenz einer emotionalen Anziehung nicht zwingend an die Existenz einer sexuellen Anziehung gekoppelt sein muss. So hält AVEN es für möglich, dass ein Mensch sich emotional zu beiden Geschlechtern hingezogen fühlt aber grundsätzlich nicht den Wunsch nach sexueller Interaktion verspürt (Bi-Asexualität bzw. Biromantik).

Wenn Menschen die Bisexualität nicht aktiv ausleben, bleibt sie für Außenstehende oft unerkannt. Bisexualität muss also nicht zwingend auch durch sexuelle Interaktionen ausgedrückt werden.

Das tatsächlich vorhandene Vorkommen von Bisexualität kann nicht zuverlässig ermittelt werden, da die persönliche Zuordnung z.B. stark von der Intensität und der Verteilung der jeweiligen Anziehung zwischen den Geschlechtern abhängt. So kann sich jemand, der nur sehr selten eine Anziehung gegenüber dem gleichen Geschlecht erlebt, sowohl als heterosexuell als auch als bisexuell bezeichnen. Dennoch gelten Bisexuelle im Allgemeinen als sexuelle Minderheit. Durch gesellschaftliche Normen und Werte können sich Bisexuelle unter großen Druck gesetzt fühlen. Bisexualität setzt nicht voraus, dass Anziehung und Sexualtrieb tatsächlich ausgelebt werden.

Bisexualität hat nichts mit der Ausprägung von Geschlechtsmerkmalen zu tun und darf daher insbesondere nicht mit der Intersexualität verwechselt werden. Gelegentlich wird statt dem Begriff der Bisexualität auch der Begriff Pansexualität verwendet um damit ein besonderes Interesse an Transsexuellen, Transgendern oder Intersexuellen zu betonen. Dieses Interesse kann sich auch in Form eines Fetischismus äußern.

Siehe auch

Sexuelle Orientierung